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Fasergarne entstehen durch das Verdrehen einzelner Fasern – möglich mit allen bekannten Rohstoffen. Der Spinnvorgang bei Stapelfasern umfasst das eventuelle Reinigen oder Waschen (etwa bei Wolle), das Ordnen (Parallelisieren der Fasern), das Verstrecken je nach gewünschter Garnstärke und das eigentliche Spinnen, also Zusammendrehen.
Entscheidend sind Güte und Art des Rohstoffs, die Länge der Fasern (je länger, desto gleichmäßiger und strapazierfähiger das Garn), ihre Feinheit (je feiner, desto gleichmäßiger, leichter, dichter und glatter) sowie die Drehung: Eine geringe, lose Drehung ergibt weichere, voluminösere und saugfähigere, aber weniger reißfeste Garne – und umgekehrt.
Zur Bestimmung der Garnstärke dient entweder ein Längensystem oder ein Gewichtssystem:
Nm (metrische Nummer): Länge in Metern pro 1 Gramm – Nm 55 bedeutet 55 Meter je Gramm.
den (Titer): Gewicht in Gramm bei stets 9.000 m Garnlänge – 20 den sind 20 Gramm auf 9.000 Meter.
tex: das dezimale Gewichtssystem, bezogen auf 1.000 m – 20 tex sind 20 Gramm auf 1.000 Meter.
dtex (Decitex): ein Zehntel von tex, für Chemie-Endlosgarne und Chemie-Spinnfasern – 20 dtex sind 20 Gramm auf 10.000 Meter.
Mehr über Garne erfahren Sie im Unterwäsche Fachlexikon.